Totenschädel an der Kette

Für meinen neuen Alchemisten habe ich heute noch etwas Zubehör gebastelt. Es handelt sich hier um 3 Plastikschädel, die ich bei einem Halloween-Ausstatter gekauft habe.

Für das Anbringen der Halterung und Schritt 2 später habe ich an der Unterseite erstmal ein 6mm Loch gebohrt. Dann wird ein Stück Lederschnur an einem Ende verknotet und mit einer Nadel zur Oberseite durchgezogen.

Die Schädel waren in normalen Zustand allerdings viel zu leicht. Um sie schwerer und einem echten Schädel zumindest etwas ähnlicher zu machen habe ich sie mit PU-Schaum aus dem Baumarkt (die kleinste Dose reicht) aufgefüllt. Vorsichtig mit dem Zeug, das is extrem klebrig und geht auch von den Händen kaum mehr ab. Es solte auch nicht zuviel reingespritzt werden, etwa 50% reichen aus, der Schaum quilt dann noch auf.

Jetzt ein paar Stunden trocknen lassen. Danach kann z.B. eine Kette an der überstehenden Lederschnur angeknotet werden.

Hier ein paar Bilder davon:

Totenköpfe1 Totenköpfe2 Totenköpfe3 Totenköpfe4 Totenköpfe5 Totenköpfe6

Messerscheide aus Leder

Für mein neues Messer brauche ich noch eine passende Scheide. Die läßt sich natürlich auch schön selber machen.

Zuerst brauchen wir eine Vorlage aus Papier. Dazu wird ein Blatt längs geteilt, an dieser Stelle wir die Scheide später zusammengenäht. Das Messer nun hochkannt genau auf diesen Strich stellen und sorgfältig auf eine Seie umklappen. Den Umriss mit einem Bleistift nachzeichnen. Das Messer wieder auf den Strich stellen und das Ganze für die andere Seite wiederholen. Noch etwa 1cm Rand dazugegeben, da das Ganze noch vernäht werden muss. Wie das aussehen soll, sieht man auf dem ersten Foto. Die beiden überstehenden Teile werden später noch gebraucht. Aus dem Einen wird die Gürtelschlaufe (hier für ca. 3cm Riemenbreite, ggf. passend verlängern!) aus dem Anderen der Verschluss. Der Verschluss hat sich hierbei als unpraktisch erwiesen, ich musste ihn letztlich ganz abtrennen und an anderer Stelle vernieten, sonst wäre er immer dem Gürtel im Weg gewesen. Auf dem zweiten Foto ist er schon nicht mehr vorhanden.

Nun habe ich die Schneide zusammengeklappt und vernäht. Dafür werden zuerst mit einem Markierrädchen die Einstichstellen für die Ahle gekennzeichnet. Die Löcher danach mit einer Ahle vorstechen und mit starkem Garn vernähen.

Die Gürtelschlaufe einklappen und vernieten. Danach den Verschluss so anbringen, dass das Messer sicher gehalten werden kann. Auf der Vorderseite habe ich einen sogenannten Patronenverschluss verwendet, das Leder muss nur gelocht werden und kann dann einfach zugedrückt werden.

Messerscheide1 Messerscheide2 Messerscheide3 Messerscheide4 Messerscheide5 Messerscheide6

Hussen für Biergarnitur einfärben

Um etwas mehr Atmosphäre und Stimmung auf unseren Mittelaltermärkten und den LARP-Veranstaltungen zu schaffen haben wir für den Verein Hussen gekauft, um die vorhandenen Bierganituren etwas zu verstecken und das ganze etwas „echter“ aussehen zu lassen.

Die Hussen bestehen aus 100% Baumwolle und sind im Urzustand reinweiß. Da das nicht so ganz ins Bild passt müssen diese noch gefärbt werden. Ich habe mich für die Schwarzer-Tee-Methode entschieden. Dazu wird erstmal ausreichend schwarzer Tee gekocht. Für ein Set Hussen habe ich 5 Liter recht starken Tee gebraut, etwa 20+ Teebeutel (Ceylon Assam aus der Norma) verwendet und diese etwa 15 Minuten im blubbernden Wasser ziehen lassen. Jetzt die Beutel raus und die Brühe zusammen mit den Hussen möglichst heiß in eine Schüssel / Bade- / Duschwanne geben. Solange das Wasser noch zu heiß ist am besten mit einem großen Holzlöffel die Hussen herumrühren. Alles schön durchkneten, damit gleichmäßig gefärbt wird. In meinem ersten Versuch durften sie etwa 15 Minuten in der Suppe liegen, je länger desto dunkler werden sie. Damit sich die Farbe besser hält empfehlen manche die Zugabe von Essig oder Salz, darauf habe ich hier vorerst verzichtet. Wenn die Farbe rausgewaschen werden sollte, wiederhole ich den Vorgang einfach nochmal.
Zum Abschluss alles schön ausdrücken. Ich habe die Hussen danach nochmal für einen Spülgang in die Waschmaschine geschickt, damit der Tee jetzt nicht irgendwie zu stark auf andere Kleidung oder ähnliches abfärbt.

Hier ein paar Bilder davon:

hussen-faerben1 hussen-faerben2 hussen-faerben3 hussen-faerben4 hussen-faerben5

Würfelbecher aus Leder

Das nächste Projekt war etwas zum Üben und schon der Anfang war gar nicht mal so einfach. Würfelbecher, klingt eigentlich total unkompliziert. Das Schnittmuster war die größte Herausforderung, da hab ich mir dann auch helfen lassen.
Von der Form her ist so ein Becher ein Kegel ohne die Spitze. Gut, hab ich mir vorgestellt wie der Kegel aufgeklappt und flach aussieht und auf Papier mehrere Zeichnungen gemacht. Diese dann ausgeschnitten und mal probeweise zusammengehalten. Hat irgendwie zwar gepasst, aber schön gerade würde dieser Becher nie stehen.
Ein paar Tage später war ich bei einem Freund zu Besuch. Dort fiel mir das tolle Hintergrundbild auf und ich fragte, ob er das fotografiert hat. Nein, fotografiert hat er es nicht, aber das Bild ist trotzdem von ihm. Zur Erstellung hat er das 3D-Programm Blender verwendet. Mir kam gleich die Idee, meinen Würfelbecher von ihm im Programm nachbauen zu lassen und zu versuchen, die 2D-Ansicht auszudrucken. Nur 10 Minuten später hatte ich eine Bild-Datei mit der Vorlage.

Zuhause dann gleich ausgedruckt, ausgeschnitten und zusammengehalten. Perfekt!

Jetzt das ganze noch aufs Leder übertragen, sauber ausschneiden und zusamennähen! Für die Seitennaht habe ich meinen neuen „Schlitzlocher“ verwendet (siehe Bild). Damit lassen sich 4 Schlitze in gleichem Abstand in das Leder stechen. Dann von oben nach unten mit einem flachen Lederband und einer Flechtnadel vernäht. Zum Schluss noch den Boden angenäht, die Enden verknotet und etwas versteckt.

Das ganze sieht dann so aus:

Flechtnadel Schlitzlocher Würfelbecher1 Würfelbecher2 Würfelbecher3 Würfelbecher4 Würfelbecher5 Würfelbecher - Schnittmuster

 

Um den Becher etwas stabiler zu machen habe ich ihn anschließend für etwa 2 Stunden in heißes Wasser gelegt. Dann eine passende Form eingepresst, in diesem Fall ein kleiner Becher für Stifte. Nach dem Trocknen wieder heraus nehmen. Sollte der Becher dann trotzdem noch zu weich sein, habe ich hier und hier Anleitungen zum zusätzlichen Härten mit Wachs gefunden.

Halterung für eine Glasflasche

heute habe ich gleich 2 Projekte fertig bekommen. Beim Ersten handelt es sich um eine Halterung für eine Glasflasche. Sie kann über einen Clip einfach in den Gürtel eingehängt und dadurch auch bequem wieder abgenommen werden. Die Glasflasche läßt sich komplett herausnehmen, etwa zum Spülen. Die Verbindungen sind alle genietet. Die Streifen habe ich mit einem Rollenmesser und einem Alulineal aus verschiedenen Lederresten herausgeschnitten. Hier ein paar Bilder (klicken zum Vergrößern):

Flaschenhalterung1 Flaschenhalterung2 Flaschenhalterung3 Lochzange Schlagwerkzeug1 Schlagwerkzeug2

Außerdem zu sehen ist das verwendete Werkzeug: eine normale Lochzange, um die Löcher für die Nieten ins Leder zu schneiden, und ein Schlagwerkzeug zum Verbinden von Kopf und Fuß der Niete.

mein neuer Bastelblog

meine Larp-Basteleien haben thematisch nicht so zu meiner restlichen Seite magenbrot.net gepasst, daher haben diese nun eine eigene Domain spendiert bekommen.

Viel Spass beim Stöbern und vielleicht auch beim Nachbauen.

Oli